Josemaría Escrivá Obras
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Und besonders vereinen wir uns mit der himmlischen Kirche, wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, in heiliger Gemeinschaft ehren wir dabei das Andenken der allerseligsten, allzeit reinen Jungfrau Maria, des heiligen Josef, aller Apostel und Märtyrer und aller Heiligen (Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Konst. Dog. Lumen Gentium, 50).

Ich bitte alle Christen, daß sie viel für uns Priester beten, damit wir heiligmäßig das heilige Opfer feiern. Möge ihre Liebe zur heiligen Messe so feinfühlig sein, daß wir Priester uns gedrängt fühlen, sie mit menschlicher und übernatürlicher Würde, mit Eleganz zu feiern, achtend auf die Sauberkeit der Paramente und heiligen Gefäße, andächtig, ohne Eile.

Warum Eile? Beeilen sich etwa Menschen, die sich lieben, wenn sie Abschied nehmen? Es scheint, als würden sie gehen, und gehen doch noch nicht, sie kehren wieder um, wiederholen einfache Worte, als hätten sie sie erst jetzt entdeckt... Wendet ruhig Beispiele der echten und reinen Liebe unter Menschen auf unser Verhältnis zu Gott an. Wenn wir den Herrn mit diesem unseren Herzen aus Fleisch lieben - und ein anderes Herz haben wir nicht -, dann werden wir nicht übereilig diese liebende Begegnung mit dem Herrn beenden wollen.

Manche lassen sich Zeit und haben keine Bedenken, lange Hinweise und Bekanntmachungen bis zur Ermüdung zu verlesen. Aber dann, wenn das Wichtigste in der heiligen Messe, das eigentliche Opfer, beginnt, überstürzen sie sich und erschweren den anderen Gläubigen, Christus - Priester und Opfer zugleich - andächtig anzubeten und ihm danach ruhig und ohne Hast dafür zu danken, daß er wieder unter uns hat weilen wollen.

Die heilige Messe ist für alle Regungen und Anliegen des menschlichen Herzens der beste Weg: der Weg, der durch Christus und im Heiligen Geiste zum Vater führt.

Der Priester muß sich ganz besonders darum bemühen, daß alle dies wissen und leben. Keine andere Tätigkeit darf derjenigen vorgezogen werden, zu zeigen, wie man die heilige Eucharistie liebt und verehrt.

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