Josemaría Escrivá Obras
492

Die Liebe zu unserer Mutter soll wie frischer Wind sein, der die Glut der Tugenden, die unter der Asche deiner Lauheit verborgen lagen, in helles Feuer verwandelt.


493

Liebe die Herrin. Und sie wird dir reichliche Gnaden verschaffen, um im täglichen Kampf zu bestehen. - Und Satan wird durch all die Schlechtigkeit und Gemeinheit nichts erreichen, die in dir rumort und aufsteigt und die mit ihrer wohlriechenden Fäulnis sogar deine großen Ideale ersticken will, jene erhabenen Gebote, die Christus selbst dir ins Herz gelegt hat. - "Serviam!"


494

Gehöre Maria, und du gehörst zu uns.


495

Man geht zu Jesus und man kehrt zu Ihm zurück immer durch Maria.


496

Wie fühlen sich die Menschen geschmeichelt, wenn man sich ihrer Verwandtschaft mit Persönlichkeiten der Dichtung, der Politik, des Heeres, der Kirche erinnert...

Singe vor der unbefleckten Jungfrau: Gegrüßet seist du Maria, Tochter Gottes des Vaters; gegrüßet seist du Maria, Mutter Gottes des Sohnes; gegrüßet seist du Maria, Braut Gottes des Heiligen Geistes. Größer als du ist nur Gott!


497

Sprich: Meine Mutter - deine, weil du ihr aus vielen Gründen angehörst -, deine Liebe binde mich an das Kreuz deines Sohnes; laß es mir nicht an Glauben, an Mut, an Kühnheit fehlen, um den Willen unseres Herrn Jesus zu erfüllen.


498

Es scheint, als ob alle Sünden deines Lebens wieder aufstehen. - Verliere nicht den Mut. - Im Gegenteil: rufe zu deiner Mutter, der heiligen Maria, mit dem Glauben und Vertrauen eines Kindes. Sie wird Ruhe in deine Seele bringen.


499

Die heilige Maria, die Mutter Gottes, lebte in ihrem Dorf unauffällig wie jede andere Frau.

Lerne von ihr, schlicht und "natürlich" zu leben.


500

Trage auf deiner Brust das heilige Skapulier vom Berge Karmel. Wenige Zeichen der Verehrung und es gibt viele gute Zeichen der Verehrung Mariens - sind bei den Gläubigen so verwurzelt und wurden so oft von den Päpsten gesegnet. - Darüber hinaus, wie mütterlich ist das damit verbundene Privileg!


501

Als man dich fragte, welches Madonnenbild dich am meisten zur Andacht stimmt, antwortetest du sehr erfahren: alle gleich stark. Da wußte ich, daß du ein guter Sohn bist. Deshalb erscheinen dir alle Bilder deiner Mutter gleich gut. Zum Verlieben, sagtest du.


502

Maria, Meisterin des Gebetes. - Sieh, wie sie ihren Sohn in Kana bittet. Wie sie ohne Entmutigung beharrlich auf ihrer Bitte besteht. - Welchen Erfolg sie hat. Lerne daraus.


503

Einsamkeit Mariens. Einsam! - Sie weint in Verlassenheit.

Du und ich müssen unsere Herrin begleiten und weinen wie sie: denn unsere Erbärmlichkeit hat Ihn mit Nägeln ans Kreuz geschlagen.


504

Die heilige Jungfrau Maria, die Mutter der schönen Liebe, wird dein Herz ruhig machen, wenn du spürst, daß es aus Fleisch ist. Geh mit Vertrauen zu ihr.


505

Die Liebe zu unserer Herrin ist ein Zeichen guten Geistes bei Gemeinschaften und bei einzelnen Menschen.

Traue keinem Unternehmen, dem dieses Zeichen fehlt.


506

Die schmerzensreiche Jungfrau; wenn du sie betrachtest, sieh auf ihr Herz. Sie ist die Mutter zweier Menschen, die sich gegenüberstehen: Er... und du.


507

Welche Demut meiner heiligen Mutter Maria! Ihr werdet sie nicht beim Einzug in Jerusalem finden, noch - mit Ausnahme von Kana zur Stunde der großen Wunder.

Aber sie flieht nicht vor der Verachtung auf GoIgotha, sie steht da, "iuxta crucem Iesu", unter dem Kreuze Jesu, seine Mutter.


508

Bewundere den Starkmut der Jungfrau Maria: am Fuß des Kreuzes, in tiefem Schmerz - es gibt keinen Schmerz wie den ihren -, voller Festigkeit.

Bitte sie um diesen Starkmut, damit du lernst, unter dem Kreuz auszuhalten.


509

Maria, Meisterin des verborgenen und schweigenden Opfers!

Seht, wie sie, fast immer verborgen, mit ihrem Sohn zusammenarbeitet: wissend und schweigend.


510

Seht ihr, mit welcher Schlichtheit? - "Ecce ancilla!" Und das Wort ist Fleisch geworden.

So wirkten die Heiligen: ohne Aufsehen. Wenn doch, dann ohne ihr Zutun.


511

"Ne timeas, Maria!" Fürchte dich nicht, Maria!... Die Herrin war bestürzt vor dem Erzengel.

Und ich will die kleinen Regeln des Anstandes, welche der Schutz der Reinheit sind, über Bord werfen!


512

O Mutter, Mutter! Mit diesem deinem Worte "fiat" hast du uns zu Brüdern Gottes und zu Erben seiner Herrlichkeit gemacht. - Sei gepriesen!


513

Vorher, allein, konntest du es nicht... - Jetzt bist du zur Herrin gegangen, und, mit ihr zusammen, wie leicht ist es!


514

Vertraue. - Kehre zurück. - Rufe die Herrin an, und du wirst treu sein.


515

Daß dir in manchen Augenblicken die Kräfte fehlen? - Warum sagst du es nicht deiner Mutter: "Consolatrix afflictorum, auxilium christianorum..., Spes nostra, Regina apostolorum"?


516

Mutter! - Rufe es laut, laut. - Sie hört dich, sieht dich vielleicht bedroht, und sie - deine heilige Mutter bietet dir mit der Gnade ihres Sohnes ihre mütterliche Hilfe, ihre liebende Zärtlichkeit an: dann bist du gestärkt zu neuem Kampfe.


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