Josemaría Escrivá Obras
325

Kämpfe gegen diese Schlaffheit an, die dich in deinem inneren Leben faul und nachlässig macht.

Denke daran, daß dies der Anfang der Lauheit sein kann..., und nach dem Schriftwort wird Gott die Lauen ausspeien.


326

Es schmerzt mich, dich von der Lauheit gefährdet zu sehen, wenn ich dich in deinem Stande nicht ernsthaft um die Vollkommenheit bemüht finde.

Sage mit mir: Ich will die Lauheit nicht! "Confige timore tuo carnes meas!" Gib mir, mein Gott, eine kindliche Furcht, die mich aufrüttelt!


327

Ich weiß wohl, daß du die Todsünde meidest. Du willst dich retten. - Aber es macht dir nichts aus, ständig und freiwillig läßliche Sünden zu begehen, obgleich du jedesmal den Anruf Gottes spürst, dich zu überwinden.

Deine Lauheit ist schuld an deinem schlechten Willen.


328

Du hast wenig Liebe zu Gott, wenn du kampflos nachgibst, nur weil es keine schwere Sünde ist.


329

Die läßlichen Sünden richten in der Seele großen Schaden an. - Deshalb sagt der Herr im Hohenlied: "Capite nobis vulpes parvulas, quae demoliuntur vineas." Fangt die kleinen Füchse, die den Weinberg verwüsten.


330

Du tust mir leid, wenn du keinen Schmerz über deine läßlichen Sünden verspürst. - Erst dann beginnst du wirklich, inneres Leben zu haben.


331

Du bist lau, wenn du die Dinge Gottes träge und widerwillig tust; wenn du berechnend und raffiniert auf ein Umgehen deiner Pflichten aus bist; wenn du nur auf dich und deine Bequemlichkeit bedacht bist; wenn deine Unterhaltung oberflächlich und leer ist; wenn du die läßliche Sünde nicht verabscheust; wenn du aus menschlichen Motiven handelst.


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