Josemaría Escrivá Obras
 
 
 
 
 
 
  Der Rosenkranz > Die lichtreichen Geheimnisse, Die Hochzeit zu Kana > Textabschnitt 20
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Unter den zahlreichen Gästen einer jener lauten Bauernhochzeiten, an der Leute aus mehreren Dörfern teilnehmen, bemerkt Maria als einzige, daß der Wein ausgeht (vgl. Joh 2,3), und sie bemerkt es sofort. Wie vertraut kommen uns die Ereignisse im Leben Christi vor! Die Größe Gottes ist mitten im Alltäglichen zugegen, mitten im Gewöhnlichen. Es paßt zu einer Frau, und besonders zu einer umsichtigen Hausfrau, zu bemerken, wenn etwas fehlt, auf jene Kleinigkeiten zu achten, die das menschliche Leben angenehm machen. Und genau das finden wir bei Maria.

"Was er euch sagt, das tut" (Joh 2,5).

"Implete hydrias" (Joh 2,7), füllt die Krüge... und das Wunder geschieht. Einfach, ohne jedes Aufheben. Ein Stück Alltag. Die Diener verrichteten ihre Arbeit. Das Wasser war in Reichweite. Und so kommt es zum ersten Erweis der Göttlichkeit Christi. Das Allergewöhnlichste verwandelt sich in etwas Außerordentliches, Übernatürliches, wenn wir bereit und gewillt sind, auf das einzugehen, worum Gott uns bittet.

In Deine gütigen Hände, Herr, will ich die Sorge um alles legen, was mein ist. Unsere Mutter - Deine Mutter - hat Dir sicherlich schon wie damals in Kana die Kunde gebracht: Sie haben nichts mehr!...

Gehen wir zu Maria, wenn unser Glaube schwach ist. Aufgrund des Wunders bei der Hochzeit zu Kana, das Jesus auf Bitten seiner Mutter wirkte, "glaubten seine Jünger an ihn" (Joh 2,11). Unsere Mutter tritt immer bei ihrem Sohn für uns ein, damit Er sich uns zuwendet und sich uns so zeigt, daß wir bekennen: Du bist der Sohn Gottes.

Gib mir, Jesus, diesen Glauben. Ich sehne mich aus tiefstem Herzen danach. Maria, meine Mutter und meine Herrin, hilf mir, zu glauben!

(Quellen: Zweites Geheimnis: Christus begegnen, Nr. 141. Brief vom 14.9.1951, Nr. 23. Im Feuer der Schmiede, Nr. 807. Freunde Gottes, Nr. 285. Im Feuer der Schmiede, Nr. 235)

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