Josemaría Escrivá Obras
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Glauben. Wir brauchen Glauben. Mit den Augen des Glaubens werden wir entdecken, daß die Kirche ihre Rechtfertigung in sich trägt und um sich ausbreitet. Wer sie betrachtet, wer sie mit wahrheitsliebenden Augen prüft, wird erkennen, ungeachtet der Menschen, die sie bilden, und der konkreten Gestalt, in der sie sich zeigt, daß sie in sich eine Botschaft des Lichtes trägt, einzigartig und universal, befreiend und notwendig, göttlich (Paul VI., Ansprache vom 23. 6. 1966).

Wenn wir häretische Stimmen hören - ich muß sie so nennen, denn Schönfärberei widerstrebt mir -, wenn wir feststellen, daß man ungestraft die Heiligkeit der Ehe und des Priestertums angreift, daß man die unbefleckte Empfängnis und die immerwährende Jungfräulichkeit unserer Mutter Maria und alle ihre Vorzüge, mit denen Gott sie ausgestattet hat, bestreitet, das fortwährende Wunder der realen Gegenwart Christi in der heiligen Eucharistie, den Primat des Papstes und selbst die Auferstehung Christi in Frage stellt, - wie soll uns da nicht Traurigkeit erfüllen? Doch habt Vertrauen, denn die heilige Kirche ist unzerstörbar. Die Kirche wird wanken, wenn ihr Fundament wankt. Aber kann Christus wanken? Da Christus nicht wankt, wird auch die Kirche nicht wanken bis ans Ende der Zeiten (Augustinus, Enarrationes in Psalmos, 103,2,5 [PL 37, 1353]).

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