Josemaría Escrivá Obras
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Homilie, gehalten am 28. Mai 1972, Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit

Die universelle Kirche zeigt sich uns als ein Volk, dessen Einheit aus der Einheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes hervorgeht (Cyprian, De dominica oratione, 23), so lesen wir beim heiligen Cyprian. Es soll euch also nicht wundern, wenn unsere Betrachtung heute am Dreifaltigkeitssonntag von der Kirche handelt, denn sie wurzelt im grundlegenden Geheimnis unseres katholischen Glaubens: in der wesenhaften Einheit des dreifaltigen Gottes.

Die Kirche, ausgerichtet auf die Dreifaltigkeit: so haben die Kirchenväter sie immer gesehen, Wie deutlich sind die Worte des heiligen Augustinus: Gott also wohnt in seinem Tempel, das heißt nicht bloß der Heilige Geist, sondern auch der Vater und der Sohn. Die heilige Kirche ist daher Tempel Gottes und somit der ganzen Dreifaltigkeit (Augustinus, Enchiridion, 56 [PL 40, 258]).

Wenn wir uns hier am nächsten Sonntag wieder einfinden, werden wir Gelegenheit haben, andere Merkmale der Kirche zu betrachten, jene, die wir gleich im Glaubensbekenntnis aussprechen, nachdem wir unseren Glauben an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist bekannt haben.

Et in Spiritum Sanctum, sagen wir und fahren dann fort: et unam sanctam catholicam et apostolicam Ecclesiam (Credo der heiligen Messe), wir bekennen die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Alle, die die Kirche wirklich geliebt haben, haben es auch verstanden, diese vier Merkmale mit dem tiefsten, unaussprechlichen Geheimnis unseres Glaubens zu verbinden, mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit: Wir glauben an die Kirche Gottes, die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische, in der wir die Lehre empfangen; wir kennen den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist und werden getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Johannes Damaszenus, Adversum Iconoclastas, 12).

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