Josemaría Escrivá Obras
 
 
 
 
 
 
  Christus begegnen > Christi Gegenwart in den Christen > Textabschnitt 112
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Es gibt nichts, was der Sorge Christi fremd wäre. Wenn wir wirklich theologisch denken, uns also nicht mit einer funktionellen Einteilung begnügen wollen, so können wir nicht behaupten, es gäbe Wirklichkeiten - seien sie nun gut und edel oder auch nur indifferent -, die ausschließlich profan sind, nachdem einmal das Wort Gottes unter den Menschen geweilt, Hunger und Durst verspürt und mit seinen Händen gearbeitet hat, nachdem Es Freundschaft und Gehorsam, Leiden und Tod erfuhr. Denn es hat Gott gefallen, in Christus die ganze Fülle wohnen zu lassen und durch Ihn alles mit sich zu versöhnen, was auf Erden und was im Himmel ist, indem Er durch sein Blut am Kreuz Frieden stiftete (Kol 1, 19-20).

Wir müssen die Welt, die Arbeit, die menschliche Wirklichkeit lieben, denn die Welt ist gut. Die Sünde Adams hat die göttliche Harmonie des Geschaffenen zerstört, aber Gott der Vater sandte seinen eingeborenen Sohn, damit Er den Frieden wiederherstelle und damit wir, an Kindes Statt angenommen, die Schöpfung aus der Unordnung befreien und alles in Gott versöhnen können.

Jede menschliche Situation ist unwiederholbar, Frucht einer einmaligen Berufung, die mit Hingabe gelebt sein will und in der wir den Geist Christi verwirklichen sollen. So werden wir, indem wir unter unseresgleichen christlich leben - ohne Besonderheiten, aber im Einklang mit unserem Glauben -, Christus sein, gegenwärtig unter den Menschen.

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