Josemaría Escrivá Obras
 
 
 
 
 
 
  Christus begegnen > Die Bekehrung der Kinder Gottes > Kap 6
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Homilie, gehalten am 2. März 1952, 1. Fastensonntag

Die Fastenzeit hat begonnen, eine Zeit der Buße, der Läuterung, der Umkehr. Leicht ist diese Aufgabe nicht. Christsein ist kein bequemer Weg: Es ist nicht damit getan, der Kirche anzugehören und dann einfach Jahr um Jahr verstreichen zu lassen. Die erste Bekehrung - ein einmaliger, unvergeßlicher Augenblick, in dem wir klar erkannt haben, was Gott von uns erwartet - ist in unserem Leben, im Leben des Christen, sehr wichtig; aber noch wichtiger und schwieriger sind alle anderen Bekehrungen, die der ersten folgen. Und um das Wirken der Gnade in diesen späteren Bekehrungen zu erleichtern, müssen wir die Seele jung erhalten, den Herrn anrufen, hellhörig sein, um Falsches in uns zu entdecken, und um Verzeihung bitten.

Invocabit me et ego exaudiam eum, lesen wir in der Liturgie dieses Sonntags (Ps 90,15 {Introitus der heiligen Messe]): Wenn ihr zu mir ruft, werde ich euch erhören, sagt der Herr. Betrachtet die Sorge des Herrn um uns: Er ist immer bereit, uns zu erhören, Er ist immer offen für das Wort des Menschen. Er ist immer für uns da, aber besonders jetzt, da unser Herz willig ist und entschlossen, sich zu läutern, wird Er die Bitten eines zerknirschten und demütigen Herzens (Ps 50,19) nicht verschmähen.

Er erhört uns, um dann einzugreifen, sich in unser Leben einzumischen, uns vom Bösen zu befreien und mit Gutem zu überhäufen: Eripiam eum et glorificabo eum (Ps 90,15 [Introitus der heiligen Messe]), sagt Er vom Menschen, ich will ihn befreien und verherrlichen. Hoffnung also auf die Herrlichkeit: wieder stehen wir hier, wie schon so oft, am Beginn jenes inneren Weges, der das geistliche Leben ist. Die Hoffnung auf diese Verherrlichung festigt unseren Glauben und entzündet unsere Liebe. Die drei göttlichen Tugenden, die uns unserem Vater Gott ähnlich machen, beginnen sich auf diese Art zu entfalten.

Wie könnten wir die Fastenzeit besser beginnen? Wir erneuern Glauben, Hoffnung und Liebe, und daraus erwächst die Bußgesinnung, das Verlangen nach Läuterung. Die Fastenzeit bietet uns nicht nur die Gelegenheit, mehr äußere Werke der Buße zu tun; bliebe es dabei, dann würde uns die tiefe Bedeutung dieser Zeit für das christliche Leben entgehen, denn diese äußeren Werke müssen, wie gesagt, aus dem Glauben, aus der Hoffnung und aus der Liebe entstehen.


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Die kühne Sicherheit des Christen

Qui habitat in adiutorio Altissimi, in protectione Dei coeli commorabitur
(Ps 90,1 [Introitus der heiligen Messe]), im Schutz des Allerhöchsten zu wohnen, mit Gott zu leben, darin liegt die kühne Sicherheit des Christen. Unser Herz wird sich nur dann mit Frieden erfüllen, wenn wir uns davon überzeugen, daß Gott uns erhört und für uns da ist. Aber mit Gott zu leben, ist auch ein Wagnis, denn der Herr will nicht teilen, Er will alles. Ihm näher kommen bedeutet daher, bereit sein zu neuer Umkehr und Begradigung des Lebens, zum aufmerksameren Hinhören auf seine Eingebungen, auf die heiligen Wünsche, die Er in unserer Seele weckt, und bereit sein, sie in die Tat umzusetzen.

Sicher sind wir auf dem Weg der Treue zum Worte Christi ein gutes Stück vorangekommen, seitdem wir uns zum ersten Male bewußt dazu entschieden haben, ganz nach seiner Lehre zu leben. Und dennoch: Bleibt nicht noch vieles zu tun? Ist es nicht so, daß in uns noch sehr viel Hochmut steckt? Uns wieder einmal zu erneuern, tut not; wir müssen treuer werden und brauchen eine tiefere Demut. damit unsere Selbstsucht schwindet und Christus in uns wächst, denn illum oportet crescere, me autem minui (Joh 3,30), Er muß wachsen und ich abnehmen.

Es darf keinen Stillstand geben, wir müssen vielmehr auf das Ziel zusteuern, das uns der heilige Paulus weist: Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir (Gal 2,20). Es ist ein hohes, erhabenes Ziel: eins zu werden mit Christus, heilig zu werden. Aber es gibt keinen anderen Weg, wenn wir konsequent sein wollen mit dem göttlichen Leben, das der Herr durch die Taufe in uns hat aufkeimen lassen. Fortschritt heißt Vorankommen in der Heiligkeit; Rückschritt heißt, sich der normalen Entfaltung des christlichen Lebens verschließen. Denn das Feuer der Liebe zu Gott muß angefacht werden, auf daß es jeden Tag weiter um sich greife und tiefer die Seele erfasse; und Feuer hält sich nur dann, wenn wir es immer wieder schüren: Wenn es sich nicht ausbreiten kann, wird es erlöschen.

Beim heiligen Augustinus heißt es: Wenn du "genug" sagst, bist du verloren. Orientiere dich immer am "Mehr", bewege dich, geh immer vorwärts. Bleibe nicht auf dem Fleck stehen, weiche nicht zurück, irre nicht vom Wege ab (Augustinus, Sermo, 169, 15 [PL 38, 926]).

Die Fastenzeit stellt uns heute vor diese entscheidenden Fragen: Wachse ich in meiner Treue zu Christus, in meinem Verlangen nach Heiligkeit? Lebe ich großzügig das Apostolat im Alltag, in meiner gewöhnlichen Arbeit, unter meinen Berufskollegen?

Jeder, der in seinem Innern diese Fragen zu beantworten sucht, wird einsehen, wie notwendig eine erneute Umgestaltung ist, damit Christus in uns lebt und sich sein Bild in unserem Verhalten unverzerrt widerspiegelt.

Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich, und so folge er mir (Lk 9,23). Christus sagt es aufs neue, wie ins Ohr geflüstert, jedem von uns: täglich das Kreuz. Nicht nur in Zeiten der Verfolgung, schreibt der heilige Hieronymus, oder wenn sich die Möglichkeit zum Martyrium bietet, sondern in jeder Situation, mit jedem Werk, jedem Gedanken und jedem Wort müssen wir verneinen, was wir vorher waren, und bekennen, was wir jetzt sind, denn wir sind wiedergeboren in Christus (Hieronymus, Epistola, 121, 3 [PL 22, 1013]).

Diese Gedanken sind im Grunde nur ein Echo jener Worte des Apostels: Einst wart ihr Finsternis. Jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt nun als Kinder des Lichtes. Die Frucht des Lichtes zeigt sich in lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist (Eph 5,8-10).

Sich bekehren ist Sache eines einzigen Augenblicks, sich heiligen Sache eines ganzen Lebens. Der göttliche Samen der Liebe, den der Herr in uns gelegt hat, will wachsen, sich in Taten erweisen und Früchte bringen, die jederzeit dem Herrn wohlgefällig sind. Deshalb müssen wir bereit sein, neu anzufangen und in jeder neuen Situation, vor die uns das Leben stellt, das Licht und die Kraft der ersten Bekehrung wiederzufinden, uns durch eine gründliche Gewissenserforschung vorzubereiten und den Herrn um Hilfe zu bitten, damit wir Ihn und uns selbst besser kennenlernen. Es gibt keinen anderen Weg, wenn wir uns von neuem bekehren wollen.


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Die rechte Zeit

Exhortamur ne in vacuum gratiam Dei recipiatis
(2 Kor 6, 1 [Epistel der heiligen Messe]), wir ermahnen euch: Empfanget die Gnade Gottes nicht vergeblich! Die göttliche Gnade wird uns in dieser Fastenzeit erfüllen, wenn wir ihr unser Herz nicht verschließen. Wir müssen empfänglich sein, bereit, uns wirklich zu ändern und nicht mit der Gnade Gottes zu spielen.

Ich spreche nicht gern von Furcht, denn, was den Christen bewegt, ist die Liebe Gottes, die sich uns in Christus geoffenbart hat und die uns lehrt, alle Menschen und die ganze Schöpfung zu lieben; aber von Verantwortung und Ernsthaftigkeit müssen wir sprechen. Täuscht euch nicht, Gott läßt seiner nicht spotten (Gal 6,7), mahnt uns der Apostel.

Man muß sich entscheiden. Es geht nicht, daß in unserem Leben jene zwei Kerzen brennen, die - nach dem Volksmund - jeder Mensch besitzt: eine für den heiligen Michael und eine andere für den Teufel. Wir müssen die Kerze des Teufels auslöschen, wir müssen unser ganzes Leben in Brand stecken, damit es sich im Dienst am Herrn verzehre. Wenn unser Bemühen um Heiligkeit aufrichtig ist und wir fügsam genug sind, uns der Hand Gottes anzuvertrauen, wird alles gut gehen. Denn Er ist immer bereit, uns seine Gnade, und besonders in dieser Zeit die Gnade einer neuen Bekehrung, einer Besserung unseres christlichen Lebens zu schenken.

Wir müssen in dieser Fastenzeit mehr sehen als nur eine beliebige Zeitspanne, die im liturgischen Jahr regelmäßig wiederkehrt. Dieser Augenblick ist unwiederbringlich, er ist ein göttliches Hilfsangebot, das wir entgegennehmen müssen. Der Herr tritt an unsere Seite und erwartet von uns - hier und jetzt -, daß wir uns ernsthaft ändern.

Ecce nunc tempus acceptabile, ecce nunc dies salutis (2 Kor 6,2 [Epistel der heiligen Messe]), seht, jetzt ist die rechte Zeit, seht, jetzt ist der Tag des Heils. Aufs neue hören wir den liebevollen Ruf des Guten Hirten: ego vocavi te nomine tuo (Jes 43,1). Er ruft einen jeden von uns bei seinem Namen, wie es jene zu tun pflegen, die uns lieben. Die innige Liebe Jesu zu uns läßt sich nicht in Worte fassen.

Betrachtet mit mir dieses Wunder der Liebe Jesu: Da ist der Herr, der uns begegnen will und am Wegrande wartet, damit wir Ihn nicht übersehen können. Er ruft einen jeden von uns persönlich zu sich und spricht mit uns über unsere Angelegenheiten, die auch die seinen sind. Er schenkt uns reuevolle Einsicht, macht uns großzügig und weckt in uns den Wunsch, treu zu sein und uns seine Jünger nennen zu können. Dieser innige Anruf der Gnade klingt wie ein liebevoller Vorwurf, der uns merken läßt, daß der Herr uns in all der Zeit, in der wir Ihn schuldhaft aus dem Blick verloren haben, nicht vergessen hat. Christus liebt uns mit der unermeßlichen Liebe, zu der nur sein göttliches Herz fähig ist.

Seht, wie Er es bekräftigt: Zur rechten Zeit erhöre ich dich, am Tage des Heiles helfe ich dir (2 Kor 6,2 [Epistel der heiligen Messe]). Er verheißt dir die Herrlichkeit seiner Liebe - und schenkt sie dir im rechten Augenblick. Er ruft dich; du aber, was willst du Ihm dafür geben, was wirst du und was werde ich selbst antworten auf diese Liebe Jesu, der nahe an uns vorübergeht?

Ecce nunc dies salutis, jetzt haben wir den Tag des Heiles vor uns. Der Ruf des Guten Hirten erreicht uns: ego vocavi te nomine tuo, ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Und wir müssen antworten, Liebe mit Liebe vergeltend: ecce ego quia vocasti me (1 Sam 3,9): Du hast mich gerufen, hier bin ich, fest entschlossen, diese Fastenzeit nicht spurlos dahinfließen zu lassen wie Wasser über Granit. Ich will mich durchtränken lassen, mich bekehren, mich erneut dem Herrn zuwenden und Ihn lieben, wie Er geliebt werden will.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt (Mt 22,37). Der heilige Augustinus sagt dazu: Was von deinem Herzen bleibt noch, womit du dich selbst lieben könntest? Was bleibt von deiner Seele, was von deiner Vernunft? "Ex toto" heißt es. "Totum exigit te, qui fecit te" (Augustinus, Sermo, 34, 4, 7 [PL 38, 212]). Der dich schuf, Er verlangt alles von dir.


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Wenn Gott seine Liebe so bekräftigt, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns wie Menschen zu verhalten, die Gott lieben. In omnibus exhibeamus nosmetipsos sicut Dei ministros (2 Kor 6,4 [Epistel der heiligen Messe]), erweisen wir uns in allem als Diener Gottes. Wenn du dich so verhältst, wie Er es will, dann wird sich das Wirken der Gnade in deinem Berufsleben zeigen, in der Arbeit, im Bemühen, das Menschliche auf göttliche Weise zu tun, gleichgültig, ob es sich um große oder kleine Dinge handelt, denn durch die göttliche Liebe gewinnen sie alle eine neue Dimension.

Wir dürfen aber in dieser Fastenzeit nicht vergessen, daß es nicht leicht ist, Gott wirklich zu dienen. Folgen wir weiter dem Text des heiligen Paulus, den uns die Kirche an diesem Sonntag vorlegt, und achten wir auf die Schwierigkeiten: In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: Durch große Standhaftigkeit in Trübsal, Not und Bedrängnis, bei Schlägen, in Gefangenschaft und bei Aufruhr, in Mühen, Nachtwachen und Fasten; durch Reinheit und Erkenntnis, durch Langmut und Güte; durch den Heiligen Geist und aufrichtige Liebe; durch Wahrhaftigkeit und Gottes Kraft, durch Waffen der Gerechtigkeit zu Schutz und Kraft (2 Kor 6,4-7).

In den verschiedensten Augenblicken des Lebens, in allen Situationen müssen wir uns als Diener Gottes verhalten und uns bewußt sein, daß der Herr bei uns ist und wir seine Kinder sind. Stets müssen wir vor Augen haben, daß der Herr einen göttlichen Samen in unser Leben eingesenkt hat, und entsprechend handeln.

Diese Worte des Apostels sollten euch mit Freude erfüllen. Denn sie sind eine unverbrüchliche Bestätigung eurer Berufung als gewöhnliche Christen, die mitten in der Welt leben und alle Mühen, Arbeiten und Freuden mit ihren Mitmenschen, ihresgleichen, teilen. Alles das sind Wege Gottes. Der Herr bittet euch um nichts anderes, als daß ihr in jedem Augenblick als seine Kinder und Diener handelt.

Aber nur dann werden die gewöhnlichen Lebensumstände zu einem göttlichen Weg, wenn wir wirklich umkehren und uns hingeben. Denn der heilige Paulus spricht eine harte Sprache. Er sagt dem Christen ein schweres Leben voraus, voller Wagnisse und in ständiger Anspannung. Es ist eine Entstellung des Christentums, aus ihm einen bequemen Weg machen zu wollen. Aber ebenso wäre es eine Entstellung der Wahrheit, dieses tiefe, ernste Leben, das alle Bedrängnisse der menschlichen Existenz kennt, als ein Leben voller Angst, Bedrückung und Furcht darzustellen.

Der Christ ist ein Realist, er lebt einen übernatürlichen und zugleich menschlichen Realismus, der alle Schattierungen des Lebens wahrnimmt: den Schmerz und die Freude, eigenes und fremdes Leid, die Sicherheit und das Verzagen, die Großzügigkeit und den Hang zum Egoismus. Der Christ kennt alles das und stellt sich allem - mit menschlicher Festigkeit und mit der Stärke, die er von Gott empfängt.


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Die Versuchungen Christi

Die Fastenzeit erinnert uns an die vierzig Tage, die Jesus in der Wüste als Vorbereitung auf die Jahre seines öffentlichen Wirkens verbrachte, die im Kreuz gipfeln und in der österlichen Herrlichkeit. Vierzig Tage des Gebetes und der Buße. An ihrem Ende steht jenes Ereignis, das uns heute das Evangelium der heiligen Messe vor Augen führt: die Versuchungen Christi (Vgl. Mt 4,1-11).

Eine geheimnisvolle Szene, die wir Menschen vergeblich zu verstehen suchen: Gott erlaubt dem Bösen, Ihn zu versuchen. Aber wir können uns ihr betrachtend nähern und den Herrn bitten, uns die Lehre verstehen zu lassen, die sie enthält.

Jesus Christus wird versucht. Die Überlieferung erhellt diese Szene mit der Überlegung, daß der Herr, um uns in allem Beispiel zu sein, auch die Versuchung auf sich nehmen wollte. So ist es, denn Christus war in allem Mensch wie wir, die Sünde ausgenommen (Vgl. Hebr 4,15). Nach vierzigtägigem Fasten, währenddessen er nur Kräuter, Wurzeln und etwas Wasser zu sich genommen hatte, so dürfen wir uns das wohl vorstellen, verspürt Jesus Hunger, wirklichen Hunger wie jedes andere Geschöpf. Und als der Teufel Ihm vorschlägt, Steine in Brot zu verwandeln, weist unser Herr nicht nur die Nahrung zurück, nach der sein Leib verlangt, sondern widersetzt sich einer viel größeren Versuchung: sich der göttlichen Macht zu bedienen, um sozusagen ein persönliches Problem zu lösen.

Ihr werdet es in den Evangelien bemerkt haben: Jesus wirkt keine Wunder um des eigenen Vorteils willen. Er verwandelt das Wasser in Wein für das Brautpaar in Kana (Vgl. Joh 2,1-11); die Brote und Fische vermehrt Er, um die hungrige Menge zu speisen (Vgl. Mk 6,33-46). Doch sein Brot verdient Er sich während langer Jahre mit seiner Hände Arbeit. Und später, auf seinen Wanderungen durch Israel, lebt Er von der Hilfe derer, die Ihm nachfolgen (Vgl. Mt 27,55).

Der heilige Johannes berichtet, daß Jesus, als Er nach einer langen Wegstrecke den Brunnen von Sichar erreicht hat, seine Jünger in ein Dorf schickte, um Lebensmittel zu kaufen. Als eine Samariterin kommt, bittet Er sie um Wasser, weil Er kein Schöpfgefäß hat (Vgl. Joh 4,4ff.). Sein vom langen Weg ermüdeter Körper spürt die Anstrengung. Andere Male sucht Er den Schlaf, um wieder zu Kräften zu kommen (Vgl. Lk 8,23). Hier zeigt sich die Großzügigkeit des Herrn, der sich erniedrigt und vorbehaltlos die menschliche Natur angenommen hat. Er bedient sich nicht seiner Macht als Gott, um Schwierigkeiten oder Anstrengungen zu umgehen. Er lehrt uns, genügsam zu sein, die Arbeit zu lieben und jene noble - göttliche und menschliche - Haltung zu schätzen, die alle Folgen der Hingabe auf sich nimmt.

Als der Teufel bei der zweiten Versuchung dem Herrn vorschlägt, sich von den Zinnen des Tempels hinabzustürzen, lehnt es Jesus abermals ab, sich seiner göttlichen Macht zu bedienen. Christus ist nicht aus auf Eitelkeit, Prunk oder Schauspiel, auf nichts, was seine Göttlichkeit mißbrauchen könnte für Eigendünkel oder Selbstruhm. Jesus will den Willen des Vaters erfüllen, ohne der Zeit vorzugreifen und ohne den Zeitpunkt für ein Wunder vorwegzunehmen. Vielmehr will Er Schritt für Schritt den harten Weg der Menschen gehen, den liebenswerten Weg des Kreuzes.

Ganz ähnlich die dritte Versuchung: Ihm werden Königreiche, Macht und Ehre angeboten. Der Teufel will dem menschlichen Ehrgeiz jene Stelle einräumen, die allein Gott zukommt; und so verspricht er dem ein leichtes Leben, der sich vor ihm, dem Götzen, niederwirft. Unser Herr aber richtet die Anbetung wieder auf ihr einzig wahres Ziel, auf Gott aus, und bekräftigt seinen Wunsch zu dienen: Hinweg, Satan! Es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und Ihm allein dienen (Mt 4,10).


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Wir wollen aus dieser Haltung Jesu lernen. Während seines Erdenlebens wollte Er nicht einmal die Ehre, die Ihm zustand; denn obwohl Er das Recht hatte, als Gott behandelt zu werden, nahm Er die Gestalt eines Knechtes, eines Sklaven an (Vgl. Phil 2,6-7). Auf diese Weise weiß jeder Christ, daß alle Ehre Gott zukommt, und daß niemand die Erhabenheit und die Größe des Evangeliums als Werkzeug für Eigennutz und menschliche Ambitionen mißbrauchen darf.

Wir wollen von Jesus lernen. Seine Haltung - wie Er sich jeder menschlichen Ehre entzieht - steht vollkommen in Einklang mit der Größe seiner einzigartigen Sendung als vielgeliebter Sohn Gottes, der Fleisch annimmt zum Heil der Menschen; einer Sendung, welche die Liebe des Vaters mit Erweisen seiner unendlichen Fürsorge überhäuft hat: Filius meus es tu, ego hodie genui te. Postula a me et dabo tibi gentes hereditatem tuam (Ps 2,7-8), du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Begehre von mir, so will ich dir geben die Heiden zu deinem Erbe.

Auch der Christ, der, Christus nachfolgend, in dieser Haltung vollkommener Anbetung des Vaters lebt, hört vom Herrn Worte liebevoller Fürsorge: Weil er auf mich hofft, werde ich ihn befreien; ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt (Ps 90,14 [Tractus der heiligen Messe]).


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Jesus hat dem Teufel, dem Fürsten der Finsternis, widersagt, und sofort wird das Licht offenbar. Da verließ Ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten Ihm (Mt 4,11). Jesus hat die Prüfung bestanden. Es war eine echte Probe, denn der heilige Ambrosius sagt dazu: Er handelte nicht als Gott mit seiner Macht (wozu hätte uns dann auch sein Beispiel gedient?), vielmehr bediente Er sich als Mensch der Hilfsmittel, die auch jedem von uns zur Verfügung stehen (Ambrosius, Expositio Evangelii secundum Lucam, 1, 4, 20 [PL 15, 1525]).

Der Teufel hat mit hinterhältiger Absicht das Alte Testament zitiert: Der Herr wird seine Engel zum Schutze des Gerechten befehlen, damit sie wachen über ihn auf allen seinen Wegen (Ps 90,11 [Tractus der heiligen Messe]). Aber Jesus weigert sich, den Vater zu versuchen, und gibt der biblischen Stelle ihre wahre Bedeutung wieder. Als die Stunde kommt, erscheinen die Boten des Vaters und dienen Ihm als Lohn für seine Treue.

Es lohnt sich, genauer darauf zu achten, wie der Satan unserem Herrn gegenüber auftritt: Er argumentiert mit den Texten der Heiligen Schrift, verdreht ihren Sinn und verstellt ihn in blasphemischer Weise. Jesus läßt sich jedoch nicht täuschen: Zu gut kennt das fleischgewordene Wort Gottes das Wort, das zur Erlösung, und nicht zur Verwirrung und zur Verdammnis der Menschen geschrieben wurde. Wer durch die Liebe mit Jesus vereint ist - so können wir daraus schließen -, wird sich nie durch eine trügerische Auslegung der Heiligen Schrift hinters Licht führen lassen. Hinter dem Versuch, das christliche Gewissen mit Hilfe von Begriffen, die aus der ewigen Weisheit stammen, zu verwirren und aus Licht Finsternis zu machen, wird er gleich die geübte Hand des Teufels sehen.

Achten wir ein wenig auf die Rolle der Engel im Leben Jesu. So werden wir besser ihre Sendung in jedem menschlichen Leben begreifen. Die christliche Überlieferung zeigt uns die Schutzengel als große Freunde des Menschen, von Gott an seine Seite gestellt, damit sie ihn auf seinen Wegen begleiten. Deshalb empfiehlt sie uns ihren Umgang und rät uns, bei ihnen unsere Zuflucht zu suchen.

Die Kirche läßt uns diese Begebenheiten im Leben Christi betrachten, um uns daran zu erinnern, daß auch die Fastenzeit, in der wir uns als Sünder, voller Erbärmlichkeiten und der Läuterung bedürftig, bekennen, Raum für die Freude läßt. Denn die Fastenzeit ist gleichermaßen eine Zeit der Stärkung wie der Freude. Wir sollen wieder Mut fassen, weil uns die Gnade des Herrn nicht fehlen wird : Gott wird uns zur Seite stehen und seine Engel senden, damit sie uns auf dem langen Weg Reisegefährten, weise Ratgeber und Mitstreiter bei allen unseren Unternehmungen sind. In manibus portabunt te, ne forte offendas ad lapidem pedem tuum (Ps 90,12 [Tractus der heiligen Messe]), heißt es in dem Psalm weiter: Auf ihren Händen werden sie dich tragen, daß niemals deinen Fuß an einen Stein du stoßest.

Der Umgang mit den Engeln will gelernt sein. Wende dich jetzt an sie, sag deinem Schutzengel, daß das gnadenbringende Wasser der Fastenzeit nicht spurlos an deiner Seele vorübergeflossen ist, daß es deine Seele ganz durchdrungen hat, weil dein Herz zerknirscht ist. Bitte sie, deinen guten Willen vor den Herrn zu tragen, diesen guten Willen, den die Gnade aus unseren Erbärmlichkeiten keimen ließ wie eine Blume aus dem Dunghaufen. Sancti Angeli, Custodes nostri: defendite nos in proelio, ut non pereamus in tremendo iudicio (Aus einem Gebet zum heiligen Michael an seinem liturgischen Fest). Heilige Schutzengel, verteidigt uns im Kampfe, auf daß wir im Schreckensgericht nicht zugrunde gehen.


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Gotteskindschaft

Wie läßt sich dieses vertrauensvolle Gebet erklären, diese Überzeugung, daß wir im Kampf nicht untergehen werden? Daraus, daß wir von einer Wirklichkeit überzeugt sind, die mich immer wieder aufs neue tief ergreift: unsere Gotteskindschaft. Der Herr, der uns in dieser Fastenzeit um Bekehrung bittet, ist kein tyrannischer Herrscher und kein strenger, unversöhnlicher Richter: Er ist unser Vater. Er spricht uns auf unsere mangelnde Großzügigkeit, auf unsere Sünden und Fehler an; dies aber, um uns davon zu befreien und uns seine Freundschaft und seine Liebe anzubieten. Unsere Umkehr vollzieht sich mit Freude, denn im Bewußtsein unserer Gotteskindschaft wissen wir, daß wir heimkehren zum Haus des Vaters.

Der Geist des Opus Dei gründet auf der Gotteskindschaft. Alle Menschen sind Kinder Gottes. Ein Kind kann sich jedoch sehr verschieden seinem Vater gegenüber verhalten. Wir müssen uns bemühen, Kinder zu sein, die begreifen, daß der Herr - in seiner Liebe zu uns als seinen Kindern - will, daß wir in seinem Haus wohnen, inmitten dieser Welt, daß Er dafür gesorgt hat, daß wir zu seiner Familie gehören, daß Er alles mit uns und wir alles mit Ihm teilen, daß wir diesen familiären und vertrauensvollen Umgang mit Ihm haben, der uns erlaubt, wie ein kleines Kind um alles zu bitten, selbst um den Mond.

Ein Kind Gottes begegnet dem Herrn als seinem Vater: Sein Umgang ist weder liebedienerische Unterwürfigkeit noch höfische Ehrerbietung; es ist ein Umgang voll Aufrichtigkeit und Vertrauen. Gott nimmt nicht Anstoß an den Menschen. Gott wird unser nicht überdrüssig wegen unserer Treulosigkeiten. Unser himmlischer Vater verzeiht jede Beleidigung, wenn nur der Sohn umkehrt und sich Ihm wieder zuwendet, wenn er bereut und um Verzeihung bittet. Unser Herr ist so sehr Vater, daß Er sogar unserem Verlangen nach Vergebung zuvorkommt und uns mit ausgebreiteten Armen entgegengeht, um uns seine Gnade zu schenken.

Ihr könnt euch selber überzeugen, daß ich nichts erfinde. Erinnert euch doch nur an jenes Gleichnis, das uns der Sohn Gottes erzählt, um uns die Liebe des Vaters im Himmel begreiflich zu machen: das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Vgl. Lk 15,11 ff.).

In der Schrift heißt es: Schon von weitem sah ihn sein Vater und ward von Erbarmen gerührt. Er eilte ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn (Lk 15,20). Das sind Worte der Heiligen Schrift: Er küßte ihn, er überhäuft ihn mit Küssen. Kann man noch menschlicher sprechen? Kann man noch einprägsamer die väterliche Liebe Gottes zu den Menschen beschreiben?

Einem Gott gegenüber, der uns entgegeneilt, können wir nicht stumm bleiben, wir werden mit dem heiligen Paulus sagen: Abba, Pater! (Röm 8,15) Vater, mein Vater! Denn Er, der doch der Schöpfer des Alls ist, legt keinen Wert auf klingende Titel, Ihm kommt es nicht auf feierliche Bekundungen seiner Herrschaft an. Er hat es gern, daß wir Ihn Vater nennen, daß wir dieses Wort freudig auskosten.

In gewisser Weise ist das menschliche Leben eine ständige Heimkehr ins Haus unseres Vaters. Heimkehr durch die Reue, diese Bekehrung des Herzens, die den Wunsch, uns zu ändern, in sich schließt, den festen Entschluß, unser Leben zu bessern, und die sich daher auch in Werken des Opfers und der Hingabe äußert. Wir kehren heim ins Haus unseres Vaters durch das Sakrament der Vergebung, indem wir, unsere Sünden bekennend, Christus anziehen und so seine Brüder werden, Glieder der Familie Gottes.

Gott erwartet uns, wie der Vater im Gleichnis, mit ausgebreiteten Armen, obgleich wir es nicht verdienen. Unsere Schuld spielt keine Rolle. Wie beim verlorenen Sohn zählt allein, daß wir unser Herz öffnen, Sehnsucht nach dem Hause des Vaters haben und uns freuen über die Gabe Gottes, durch die wir Kinder Gottes heißen und es tatsächlich sind, obwohl wir sooft der Gnade nicht entsprechen.


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Wie merkwürdig ist die Fähigkeit des Menschen, die herrlichsten Dinge zu vergessen und sich an das Geheimnis zu gewöhnen. In dieser Fastenzeit wollen wir erneut daran denken, daß ein Christ nicht oberflächlich sein darf. Auch wenn er ganz mit seiner gewöhnlichen Arbeit beschäftigt ist, mit Aufgaben überhäuft und in dauernder Anspannung wie alle anderen Menschen, muß der Christ zugleich doch ganz in Gott geborgen sein, da er Kind Gottes ist.

Die Gotteskindschaft ist eine herrliche Wahrheit, ein tröstliches Geheimnis. Sie erfüllt ganz unser inneres Leben. Denn durch sie lernen wir, mit unserem himmlischen Vater umzugehen, Ihn kennenzulernen, Ihn zu lieben. Sie gründet unseren inneren Kampf auf die Hoffnung, und sie ist es schließlich, die uns die vertrauensvolle Einfachheit kleiner Kinder schenkt. Mehr noch: gerade weil wir Kinder Gottes sind, schauen wir mit Liebe und Bewunderung auf alle Dinge, die aus der Hand des göttlichen Vaters und Schöpfers stammen. Auf diese Weise leben wir kontemplativ inmitten der Welt und lieben diese Welt.

Die Liturgie der Fastenzeit verdeutlicht die Folgen der Sünde Adams im Leben der Menschen. Adam wollte kein guter Sohn Gottes sein und lehnte sich gegen Ihn auf. Gleichzeitig hören wir aber auch ständig den Widerhall des felix culpa - selige, glückbringende Schuld -, das die ganze Kirche in der Osternacht singen wird (Österlicher Preisgesang).

Als die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt, damit Er den Frieden wiederherstelle. Der Sohn erlöste uns Menschen von der Sünde, ut adoptionem filiorum reciperemus (Gal 4,5), damit wir Kinder Gottes würden, befreit von der Sünde und befähigt zur Teilnahme am Leben der Heiligsten Dreifaltigkeit. Und so hat Er diesen neuen Menschen, dieses Pfropfreis der Gotteskinder (Vgl. Röm 6,4-5), befähigt, die gesamte Schöpfung von der Unordnung zu befreien und in Christus alles zu erneuern (Vgl. Eph 1,5-10), der ja alles mit Gott versöhnt hat (Vgl. Kol 1,20).

Zeit der Buße also. Aber wie wir sehen, ist dies nichts Negatives. Die Fastenzeit will gelebt sein aus dem Geist der Kindschaft, den Christus uns mitgeteilt hat und der in unserer Seele lebendig ist (Vgl. Gal 4,6). Der Herr ruft uns, damit wir uns Ihm mit dem Wunsch nähern, Ihm gleich zu werden: Nehmt Gott zum Vorbild als seine geliebten Kinder (Eph 5,1). So können wir demütig, aber kraftvoll an dem göttlichen Plan mitwirken: zu einen, was getrennt ist, zu retten, was verloren ist, zusammenzufügen, was durch den sündigen Menschen aus den Fugen geraten ist, zu einem guten Ende zu führen, was verfahren ist, und die gottgewollte Eintracht der ganzen Schöpfung wiederherzustellen.


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Die Liturgie der Fastenzeit hat manchmal etwas Tragisches, wenn sie uns zeigt, was die Trennung von Gott für den Menschen bedeutet. Aber dies ist nicht das letzte Wort. Das letzte Wort spricht Gott, und es ist das Wort seiner erlösenden und erbarmenden Liebe und deshalb das Wort unserer Gotteskindschaft. Deswegen wiederhole ich heute mit dem heiligen Johannes: Seht, welch eine Liebe uns der Vater erwiesen hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es (1 Joh 3,1). Kinder Gottes, Brüder des fleischgewordenen Wortes, von dem es heißt: In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen (Joh 1,4). Wir sind Kinder des Lichtes, Brüder des Lichtes, Träger des einzigen Feuers, das ein menschliches Herz zu entzünden vermag.

Ich schließe jetzt und setze die heilige Messe fort; jeder von uns sollte aber überlegen, was der Herr von ihm erwartet, welche Vorsätze, welche Entschlüsse Er durch das Wirken der Gnade in ihm wecken möchte. Wenn ihr merkt, was alles an Übernatürlichem und an Menschlichem erforderlich ist für eure Hingabe und euren Kampf, dann erinnert euch daran, daß Jesus unser Vorbild ist. Obwohl Gott, ließ Er es zu, daß auch Er versucht wurde, damit wir den Mut nicht verlieren und uns des Sieges sicher sind. Denn Er verliert keine Schlachten, und wenn wir mit Ihm verbunden bleiben, werden wir nie unterliegen, sondern uns wirklich Sieger nennen können und Sieger sein: gute Kinder Gottes.

Wir sollen zufrieden sein. Ich bin es, obwohl ich nicht zufrieden sein dürfte, wenn ich mein Leben in der persönlichen Gewissenserforschung betrachte, die die Fastenzeit uns nahelegt. Ich bin es dennoch, weil ich sehe, daß der Herr mich von neuem aufsucht, daß Er mein Vater ist und bleibt. Ich bin überzeugt: Ihr und ich, wir werden mit dem Licht und dem Beistand der Gnade sehen, was alles verbrannt werden muß, und wir werden es verbrennen, was ausgerissen werden muß, und wir werden es ausreißen, was hingegeben werden muß, und wir werden es hingeben.

Leicht ist diese Aufgabe nicht. Aber uns leitet ein Motiv, auf das wir nicht verzichten dürfen und nicht verzichten können: Gott liebt uns. So wollen wir den Heiligen Geist in uns wirken lassen, damit Er uns reinige. Nur so können wir den Sohn Gottes am Kreuz umarmen und mit Ihm auferstehen. Denn die Freude der Auferstehung wurzelt im Kreuz.

Maria, unsere Mutter, auxilium christianorum, refugium peccatorum: tritt bei deinem Sohn dafür ein, daß Er uns den Heiligen Geist sende, in unseren Herzen den Entschluß wecke, unseren Weg sicher und entschlossen zu gehen, und daß Er in der Tiefe unserer Seele jenen Ruf erklingen lasse, der das Martyrium eines der ersten Christen mit Frieden erfüllte: veni ad Patrem (Ignatius von Antiochien, Epistola ad Romanos, 7, 2 [PG 5, 694]), komm, kehr heim zu deinem Vater, der auf dich wartet.


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