Josemaría Escrivá Obras
 
 
 
 
 
 
  Christus begegnen > Der grosse Unbekannte > Kap 13
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Homilie, gehalten am 25. Mai 1969, Pfingsten

Mit der Schilderung der Geschehnisse an jenem Pfingsttage, an dem der Heilige Geist in der Gestalt von Feuerzungen auf die Jünger des Herrn herabkam, läßt uns die Apostelgeschichte jene gewaltige Äußerung der Macht Gottes erleben, die am Anfang des Weges der Kirche in die Nationen steht. Damals offenbarte sich mit göttlicher Klarheit der Sieg über Tod und Sünde, den Christus durch seinen Gehorsam, sein Kreuzesopfer und seine Auferstehung errungen hatte.

Die Jünger, bereits Zeugen der Herrlichkeit des Auferstandenen, empfingen nunmehr die Kraft des Heiligen Geistes, ihr Verstand und ihr Herz öffneten sich einem neuen Licht. Sie waren Christus gefolgt und hatten im Glauben seine Lehre angenommen, aber nicht immer vermochten sie diese Lehre ganz zu erfassen: noch mußte der Geist der Wahrheit kommen, der sie in die volle Wahrheit einführen würde (Vgl. Joh 16,12-13). Sie wußten, daß sie nur in Jesus Worte ewigen Lebens finden konnten, sie waren auch bereit, Ihm zu folgen und für Ihn das Leben hinzugeben, aber sie waren schwach und, als die Stunde der Prüfung kam, waren sie geflohen, hatten sie Ihn allein gelassen. Am Pfingsttag war all dies vorüber: Der Heilige Geist, der Geist der Stärke, hat ihnen Standhaftigkeit, Sicherheit und Kühnheit gegeben. Auf den Straßen und Gassen Jerusalems hört man das mutige und gewinnende Wort der Apostel.

Männer und Frauen aus vielen Gegenden, die an jenen Tagen in Jerusalem weilen, hören und staunen. Wir Parther und Meder und Elamiten, wir Bewohner von Mesopotamien, von Judäa und Kapadozien, von Pontus und Asien, von Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Landstrichen Libyens gegen Cyrene hin, wir hier weilenden Römer, wir Juden und Proselyten, Kreter und Araber: wir hören sie in unseren Zungen die Großtaten Gottes reden (Apg 2,9-11). Die Wunder, die vor ihren Augen geschehen, wecken ihre Aufmerksamkeit für die Predigt der Apostel. Derselbe Heilige Geist, der in den Jüngern des Herrn wirkt, berührt ihre Herzen und führt sie zum Glauben.

Lukas berichtet, daß viele Menschen, die das Zeugnis des Petrus über die Auferstehung Christi gehört hatten, näher kamen und fragten: Was sollen wir tun, Brüder? Der Apostel antwortete: Bekehrt euch, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden: dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. An jenem Tag - so schließt der Bericht - wurden etwa dreitausend Menschen in die Kirche aufgenommen (Vgl. Apg 2,37-41).

Das machtvolle Kommen des Heiligen Geistes am Pfingsttage war kein isoliertes Geschehen. Es gibt kaum eine Seite der Apostelgeschichte, auf der nicht von Ihm und seinem Wirken gesprochen wird, welches Leben und Wandel der urchristlichen Gemeinde leitet und beseelt: Er gibt Petrus das Wort der Verkündigung ein (Vgl. Apg 4,8), Er stärkt den Glauben der Jünger (Vgl. Apg 4,31), Er besiegelt mit seinem Kommen den Ruf an die Heiden (Vgl. Apg 10,44-47), Er sendet Paulus und Barnabas in entfernte Länder, damit sie der Lehre Christi neue Wege öffnen (Vgl. Apg 13,2-4). Seine Gegenwart und sein Wirken sind allbeherrschend.


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Was Pfingsten für uns bedeutet

Die tiefe Wirklichkeit, die uns diese Texte der Heiligen Schrift erschließen, ist nicht Erinnerung an Vergangenes, nicht ein goldenes Zeitalter der Kirche, das in der Geschichte versunken ist. Diese Wirklichkeit ist trotz der Armseligkeiten und der Sünden eines jeden von uns die Wirklichkeit der Kirche heute und zu allen Zeiten. Ich werde den Vater bitten, und Er wird euch einen anderen Helfer geben, damit Er in Ewigkeit bei euch bleibe (Joh 14,16), sagte der Herr zu seinen Jüngern. Jesus Christus hat seine Verheißungen erfüllt: Er ist auferstanden, in den Himmel aufgefahren, und in der Einheit des ewigen Vaters sendet Er uns den Heiligen Geist, auf daß Er uns heilige und das Leben gebe.

Die Kraft und die Macht Gottes erhellen das Angesicht der Erde. Der Heilige Geist steht fortwährend der Kirche Christi bei, damit sie immer und in allem das erhobene Zeichen für die Völker sei, das den Menschen die Güte und die Liebe Gottes verkündigt (Vgl. Jes 11,12). Mag unsere Enge auch noch so bedrückend sein, wir Menschen dürfen mit Vertrauen auf den Himmel blicken und voll Freude sein: denn Gott liebt uns und befreit uns von unseren Sünden. Die Gegenwart und das Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche sind Unterpfand und Verheißung der ewigen Seligkeit, der Freude und des Friedens, die Gott uns bereitet.

Auch wir haben die Taufe empfangen wie jene der ersten Stunde, die am Pfingsttage zu Petrus kamen. In der Taufe hat Gott, unser Vater, von unserem Leben Besitz ergriffen, es dem Leben Christi eingegliedert und uns den Heiligen Geist gesandt. Wie uns die Heilige Schrift sagt: Gott hat uns zum Heile geführt durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist, den Er in reichem Maße über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Heiland; so sollten wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens werden (Tit 3,5-7).

Aber die Erfahrung der eigenen Schwäche und Fehlerhaftigkeit, die Ernüchterung, die die schmerzliche Engstirnigkeit oder gar die Niedertracht mancher, die sich Christen nennen, verursacht, ein scheinbares Scheitern oder die Verwirrung, die in dieser oder jener apostolischen Unternehmung herrscht, kurz, die Berührung mit der Wirklichkeit der Sünde und der menschlichen Beschränktheit kann zu einer Probe für den Glauben werden und Versuchung und Zweifel aufkommen lassen: Wo sind in all dem die Kraft und die Macht Gottes? In einem solchen Augenblick müssen wir noch lauterer und noch fester die Hoffnung leben und so versuchen, unsere Treue noch beständiger zu machen.


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Erlaubt mir, daß ich euch ein persönliches Erlebnis erzähle, das schon viele Jahre zurückliegt. Ein Freund, ein guter Mensch, aber ohne Glauben, sagte mir eines Tages, während er auf eine Weltkarte zeigte: Sehen Sie, von Norden bis Süden, von Osten bis Westen... Was soll ich sehen? fragte ich ihn. Und er antwortete: Das Scheitern Christi. Seit so vielen Jahrhunderten versucht man, seine Lehre im Leben der Menschen wirksam sein zu lassen, und sehen Sie nun das Ergebnis. Zunächst überkam mich Traurigkeit; es ist wirklich schmerzlich zu sehen, wie viele Menschen Christus noch nicht kennen und wie viele, die Ihn kennen, so leben, als kennten sie Ihn nicht.

Aber dieses Gefühl dauerte nur einen Moment und wich dann der Liebe und Dankbarkeit, denn Jesus hat in seinem Erlösungswerk den Menschen als Mitarbeiter in Freiheit haben wollen. Er ist nicht gescheitert: Jesu Lehre und Leben befruchten immerfort die Welt, und die Erlösung - sein Werk - ist ausreichend und überfließend.

Gott will keine Sklaven, sondern Kinder, und Er respektiert so unsere Freiheit. Die Erlösung hört nicht auf, und wir nehmen an ihr teil; nach dem Willen Christi müssen wir an unserem Fleisch, an unserem Leben das ausfüllen, was an seinem Leiden noch fehlt, wie uns Paulus mit starken Worten sagt - und zwar pro Corpore eius, quod est Ecclesia, zugunsten seines Leibes, der die Kirche ist (VgI. KoI 1,24).

Es lohnt sich, das Leben aufs Spiel zu setzen, sich ganz hinzugeben, um so der Liebe und dem Vertrauen zu entsprechen, die Gott uns geschenkt hat. Vor allem lohnt es sich, daß wir uns entschließen, unseren christlichen Glauben ernst zu nehmen. Wenn wir das Credo beten, bekennen wir unseren Glauben an Gott, den allmächtigen Vater, an seinen Sohn Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist, und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender. Wir bekennen, daß die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche der Leib Christi ist, vom Heiligen Geist beseelt. Wir bekennen freudig den Nachlaß der Sünden und die Hoffnung auf das ewige Leben. Aber: dringen diese Wahrheiten bis ins Herz, oder bleiben sie an den Lippen hängen? Die göttliche Botschaft des Pfingstfestes, die Sieg, Freude und Frieden verkündet, muß das unverbrüchliche Fundament im Denken, im Handeln, im ganzen Leben jedes Christen sein.


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Die Kraft Gottes und die Not des Menschen

Non est abbreviata manus Domini
, der Arm Gottes ist nicht kürzer geworden (Jes 59,1): Gott hat heute nicht weniger Macht als in früheren Zeiten, Er liebt die Menschen nicht weniger als damals. Unser Glaube lehrt uns, daß die ganze Schöpfung, das Kreisen der Erde und der Gestirne, das gute Streben des Menschen und der Fortschritt in der Geschichte, daß alles von Gott kommt und auf Ihn hinzielt.

Es ist möglich, daß das Wirken des Heiligen Geistes von uns unbemerkt bleibt, da Gott uns seine Pläne nicht eröffnet und die Sünde im Menschen die Gaben Gottes trübt und verdunkelt. Aber der Glaube erinnert uns daran, daß der Herr ständig wirkt: Er hat uns erschaffen und erhält uns im Sein, und mit seiner Gnade führt Er die ganze Schöpfung zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes (Vgl. Röm 8,21).

Deshalb faßt die christliche Überlieferung die geschuldete Haltung des Menschen gegenüber dem Heiligen Geist mit einem einzigen Ausdruck zusammen: Fügsamkeit. Dies bedeutet Empfänglichsein für alles, was der Geist Gottes in und um uns anregt: für die Gaben, die Er austeilt, für die Bewegungen und Zusammenschlüsse von Menschen, die Er entstehen läßt, für die Regungen und Entscheidungen, die Er uns gibt. Der Heilige Geist wirkt in der Welt die Werke Gottes; Er ist, wie uns die Liturgie sagt, Spender der Gaben, Licht der Herzen und Gast der Seele, Ruhe für den Ermüdeten und Trost für den Weinenden. Ohne seinen Beistand gibt es nichts, was lauter und wertvoll wäre im Menschen, denn Er reinigt, was befleckt ist, heilt, was verwundet ist, entzündet, was erkaltet ist, lenkt, was da irregeht. Er führt die Menschen zum Hafen des Heiles und der ewigen Seligkeit (Aus der Sequenz Veni Sancte Spiritus der Pfingstmesse).

Unser Glaube an den Heiligen Geist muß aber ganz sein; ein diffuses Gefühl seiner Gegenwart in der Welt genügt nicht, vielmehr ist die dankbare Bejahung jener Zeichen und Wirklichkeiten nötig, mit denen Er seine Kraft in besonderer Weise hat verbinden wollen. Wenn der Geist der Wahrheit kommt, sagte der Herr, wird Er mich verherrlichen, weil Er von dem Meinigen nehmen und euch verkünden wird (Joh 16,14). Der Heilige Geist ist der Geist, den Christus sandte, auf daß Er in uns das Heil wirke, das uns Christus auf Erden verdient hat.

Es kann daher keinen Glauben an den Heiligen Geist geben, wo nicht Glaube an Christus ist, Glaube an die Lehre Christi, die Sakramente Christi, die Kirche Christi. Es fehlt der Zusammenhalt des christlichen Glaubens, und es gibt keinen wahren Glauben an den Heiligen Geist, wenn einer die Kirche nicht liebt, kein Vertrauen in sie hat, sich nur darin gefällt, auf die Fehler und Mängel ihrer Repräsentanten hinzuweisen, und wenn er als Außenstehender ein Urteil über sie fällt, ohne imstande zu sein, sich als Kind der Kirche zu fühlen.


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Wir Christen tragen die kostbaren Schätze der Gnade in irdenen Gefäßen (VgI. 2 Kor 4,7). Gott hat seine Gaben der zerbrechlichen und schwachen menschlichen Freiheit anvertraut; auch wenn der Herr uns mit seiner Kraft beisteht, versperren manchmal unsere Begierde, unsere Bequemlichkeit und unser Hochmut den Weg der Gnade und verleiten uns zur Sünde. Schon seit langem, seit etwa 25 Jahren habe ich die Gewohnheit, wenn ich das Credo bete und die Göttlichkeit der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche bekenne, einen kurzen Zusatz hinzuzufügen: trotz allem. Wenn ich dies jemandem erzähle und er mich fragt, was ich damit meine, antworte ich ihm: deine Sünden und meine Sünden.

Mag dies auch noch so wahr sein, es berechtigt uns nicht dazu, über die Kirche rein menschlich und ohne den übernatürlichen Glauben zu urteilen, den Blick nur auf den höheren oder niedrigeren Fähigkeitsgrad mancher Amtsträger und mancher anderer Christen gerichtet. Dies würde bedeuten, an der Oberfläche zu bleiben. Das Wichtigste in der Kirche ist nicht der Blick für die Antwort der Menschen, sondern der Blick für das Handeln Gottes. Die Kirche ist Christus unter uns, sie ist Gott, der auf die Menschheit zugeht, um sie dadurch zu heilen, daß Er uns mit seiner Offenbarung ruft, mit seiner Gnade heiligt und uns erhält durch seinen immerwährenden Beistand in den kleinen und großen Kämpfen des Alltags.

Es kann dahin kommen, daß wir den Menschen mißtrauen - ja, jeder muß sich selbst mißtrauen und den Tag mit einem mea culpa, mit einem tiefen und aufrichtigen Reueakt beschließen; aber wir haben nicht das Recht, Gott zu mißtrauen. Und es hieße, an Gott zweifeln, und es wäre mangelnder Glaube an das Gekommensein des Heiligen Geistes, würden wir die Kirche, ihren göttlichen Ursprung und die Heilsmächtigkeit ihrer Verkündigung und ihrer Sakramente in Zweifel ziehen.

Bevor Christus gekreuzigt wurde - schreibt Johannes Chrysostomus -, gab es keine Versöhnung. Und solange es Versöhnung nicht gab, wurde der Heilige Geist nicht gesandt... Die Abwesenheit des Heiligen Geistes war Zeichen des göttlichen Zornes. Jetzt, wenn du siehst, daß Er in Fülle gesandt wurde, zweifle nicht an der Versöhnung. Man mag fragen: Wo ist denn jetzt der Heilige Geist? DamaIs, als Wunder geschahen, Tote zum Leben erweckt und Aussätzige geheilt wurden, konnte man von seiner Gegenwart sprechen. Aber wie sollen wir jetzt wissen, daß Er wirklich anwesend ist? Seid unbesorgt, ich will euch zeigen, daß der Heilige Geist auch jetzt unter uns ist...

Wenn es den Heiligen Geist nicht gäbe, könnten wir nicht sagen: Herr Jesus,
"denn keiner kann sagen: Jesus ist der Herr! außer im Heiligen Geiste" (1 Kor 12,3). Wenn es den Heiligen Geist nicht gäbe, könnten wir nicht mit Vertrauen beten. Denn, wenn wir beten, sagen wir: "Unser Vater im Himmel" (Mt 6,9). Wenn es den Heiligen Geist nicht gäbe, könnten wir Gott nicht Vater nennen. Und wie wissen wir das ? Weil uns der Apostel lehrt: "Weil ihr Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater!" (GaI 4,6).

Wenn du also Gott den Vater anrufst, bedenke, daß es der Geist gewesen ist, der deine Seele berührt und dir dieses Gebet eingegeben hat. Wenn es den Heiligen Geist nicht gäbe, würde es in der Kirche kein einziges Wort der Weisheit oder des Wissens geben, denn es steht geschrieben:
"Durch den Geist wird Weisheitsrede gegeben" (1 Kor 12,8)... Wenn der Heilige Geist nicht anwesend wäre, würde es keine Kirche geben. Wenn es aber Kirche gibt, so ist es sicher, daß der Heilige Geist nicht fehlt (Johannes Chrysostomus, Sermones panegyrici in solemnitates D. N. Jesu Christi, hom. 1, De Sancta Pentecoste, Nr. 3-4 [PG 50,457]).

Über alle Fehler und alle Beschränktheit des Menschen hinweg ist die Kirche - ich wiederhole es - das Zeichen und im gewissen Sinne - wenn auch nicht im strengen Sinne der dogmatischen Definition über die sieben Sakramente des Neuen Bundes - Sakrament: das Ursakrament der Gegenwart Gottes in der Welt. Christsein bedeutet, aus Gott wiedergeboren sein und zu den Menschen gesandt sein, um ihnen das Heil zu verkünden. Hätten wir einen starken, lebendigen Glauben und würden wir mit Kühnheit Christus verkünden, dann sähen auch unsere Augen Wunder, Wunder wie damals zur apostolischen Zeit.

Denn auch heute werden Blinde geheilt, die es nicht mehr vermochten, aufzublicken und die Großtaten Gottes zu sehen; Lahme werden befreit, die an ihre Leidenschaften gefesselt waren und die Fähigkeit zur Liebe verloren hatten; Taube hören wieder, die nichts von Gott wissen wollten; Stumme erlangen die Sprache, deren Zunge gebunden war durch die Weigerung, Niederlagen einzugestehen; Tote stehen auf, denen die Sünde das Leben genommen hatte. Wieder einmal erfahren wir es, voll Leben ist Gottes Wort und voll Kraft und schärfer als jedes zweischneidige Schwert (Hebr 4,12). Wie die ersten Christen freuen wir uns, staunend über die Kraft des Heiligen Geistes und über sein Wirken im Verstand und im Herzen der Geschöpfe.


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Jede Generation muß ihre Zeit heiligen

Alle Geschehnisse des Lebens - jene der persönlichen Existenz und in etwa auch die entscheidenden Stunden der Geschichte - erscheinen mir als Anrufe, die Gott an die Menschen richtet, sich der Wahrheit zu stellen; und gleichzeitig sind sie Gelegenheiten für uns Christen, durch Werke und Worte mit Hilfe der Gnade zu verkünden, wes Geistes wir sind (VgI. Lk 9,55).

Jede Generation von Christen muß ihre eigene Zeit erlösen und heiligen. Hierzu müssen sie die Sorgen ihrer Mitmenschen verstehen und teilen, damit sie ihnen mit der Sprachengabe näherbringen können, wie sie auf das Wirken des Heiligen Geistes und auf den stets überfließenden Reichtum des göttlichen Herzens antworten können. Uns Christen fällt in unserer Zeit die Aufgabe zu, der Welt, in der wir sind und leben, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden, die alt und zugleich immer neu ist.

Es stimmt nicht, daß die Menschen von heute - im allgemeinen, insgesamt - verschlossen oder gleichgültig wären für alles, was der christliche Glaube über Schicksal und Sein des Menschen lehrt; es ist nicht wahr, daß der Mensch unseres Zeitalters nur an das Irdische denkt und den Himmel vergißt. Auch wenn es nicht an in sich verschlossenen Ideologien und deren Verfechtern fehlt, finden wir in unserer Zeit neben Gemeinheit große Ideale, neben Feigheit Heroismus, neben Enttäuschung Sehnsucht; es gibt Menschen, die von einer neuen, gerechteren und menschlicheren Welt träumen, und Menschen, die, vielleicht aus Enttäuschung über das Scheitern ihrer ursprünglichen Ideale, zu egoistischer Ruhe Zuflucht nehmen oder dem Irrtum verhaftet bleiben.

Allen diesen Menschen, überall, wo sie sind, und gleichgültig, ob wir sie in einem Augenblick des Jubels oder einer Niederlage antreffen, müssen wir die feierlichen und bestimmten Worte des Apostels Petrus in der Zeit nach Pfingsten zurufen: Christus ist der Eckstein, der Erlöser, die Fülle unseres Lebens, denn außerhalb von Ihm ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen (Apg 4,12).


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Unter den Gaben des Heiligen Geistes gibt es eine, die wir Christen, so scheint mir, besonders nötig haben: die Gabe der Weisheit, die, da sie uns Gott kennen und kosten läßt, uns ermöglicht, in Wahrheit die Situationen und Geschehnisse unseres Lebens zu beurteilen. Wenn wir mit unserem Glauben konsequent wären, würde ein Blick in die Geschichte und in die Welt um uns in unseren Herzen unweigerlich die Gefühle hervorrufen, die das Herz Christi bewegten: Als Er die Volksscharen sah, wurde Er von Mitleid mit ihnen ergriffen, denn sie waren erschöpft und hingestreckt wie Schafe, die keine Hirten haben (Mt 9,36).

Der Christ sieht all das Gute, das es in der Menschheit gibt, er unterschätzt die lautere Freude nicht, er stellt sich nicht abseits vom irdischen Streben. Ja, er empfindet all dies im Innersten seiner Seele, er teilt und erlebt es mit besonderem Einfühlungsvermögen, denn keiner kennt wie er die Tiefen des menschlichen Geistes.

Der christliche Glaube verengt nicht den Geist, er beschneidet seine Impulse nicht, sondern steigert sie, da er ihren wahren und ursprünglichen Sinn enthüllt: Wir sind nicht zu irgendeiner Glückseligkeit bestimmt, sondern wir sind gerufen worden in das Innenleben Gottes hinein, um Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist zu erkennen und zu lieben, und im dreieinigen Gott alle Engel und alle Menschen.

Hier liegt die erstaunliche Kühnheit des christlichen Glaubens: Er verkündet den Wert und die Würde der menschlichen Natur und versichert, daß wir durch die Gnade, die uns zum Übernatürlichen erhebt, erschaffen wurden, um zur Würde der Kinder Gottes zu gelangen. Wahrhaftig eine unglaubliche Kühnheit, wäre sie nicht begründet im Heilsplan Gottes des Vaters, besiegelt durch das Blut Christi und bekräftigt und ermöglicht durch das ständige Wirken des Heiligen Geistes.

Wir müssen aus dem Glauben leben und in den Glauben hineinwachsen, so daß von einem jeden von uns, von jedem einzelnen Christen, das gesagt werden kann, was einer der großen Lehrer der Ostkirche geschrieben hat: So wie die durchsichtigen und lichten Körper strahlen und glänzen, wenn sie die Strahlen des Lichts empfangen, so werden die Seelen, die vom Heiligen Geist angeleitet und erleuchtet werden, selbst vergeistigt und können den anderen das Licht der Gnade bringen. Vom Heiligen Geist stammt die Erkenntnis der künftigen Dinge, das Verständnis der Geheimnisse, die Erfassung verborgener Wahrheiten, die Austeilung der Gaben, die himmlische Bürgerschaft, das Gespräch mit den Engeln. Von Ihm stammt die nie endende Freude, die Beharrlichkeit in Gott, die Gleichförmigkeit mit Gott - und das ist das Erhabenste, was man denken kann - das Gott-Werden (Basilius, De Spiritu Sancto, 9, 23 [PG 32, 110]).

Das Wissen um die Erhabenheit der menschlichen Würde - ins Unaussagbare gesteigert durch das Verfaßtwerden als Kinder Gottes aus Gnade - und die Demut bilden im Christen ein Ganzes, da das Heil und das Leben nicht aus unserer Kraft kommen, sondern aus dem göttlichen Gefallen. Diese Wahrheit darf nicht vergessen werden, denn sonst würde die Vergöttlichung entarten und zur Anmaßung, zum Hochmut und - früher oder später - zum geistigen Zusammenbruch führen angesichts der Erfahrung der eigenen Erbärmlichkeit und Schwäche.

Darf ich zu sagen wagen: Ich bin heilig? fragt der heilige Augustinus. Wenn ich das "heilig" im Sinne von "heiligmachend" und keines anderen Heiligmachers bedürftig nenne, dann wäre ich ein Prahler und Lügner, wenn aber "heilig" im Sinne von "geheiligt" genommen wird, gemäß den Worten des Buches Leviticus: Seid heilig, weil ich, Gott, heilig bin; dann sage voll Kühnheit auch der Leib Christi - bis zum letzten Menschen an den Enden der Erde - mit seinem Haupt und unter seinem Haupt: Ich bin heilig (Augustinus, Enarrationes in psalmos, 85, 4 [PL 37, 1084]).

Liebt die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit; hört im Tiefsten eurer Seele auf die göttlichen Eingebungen - Anregungen wie Vorwürfe; geht auf den Wegen der Erde mit dem Licht, das auf eure Seele fiel; und der Gott der Hoffnung wird uns mit allem Frieden erfüllen, auf daß wir überreich sind an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes (Vgl. Röm 15,13).


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Umgang mit dem Heiligen Geist

Aus dem Heiligen Geist leben bedeutet, aus dem Glauben, der Hoffnung und der Liebe leben, sich von Gott ergreifen lassen, damit Er von Grund auf unser Herz erneuere und es nach seinem Maß gestalte. Ein reifes, tiefes und starkes christliches Leben kann nicht improvisiert werden, denn es ist die Frucht des Wachsens der Gnade Gottes im Menschen. Die AposteIgeschichte beschreibt das Leben der christlichen Urgemeinde mit einem so kurzen wie bedeutungsvollen Satz: Sie verharrten in der Lehre der Apostel, in der brüderlichen Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet (Apg 2,42).

So lebten jene ersten Christen, und so müssen wir leben: Betrachten der Glaubenslehre, bis sie uns zum Besitz wird, Begegnung mit Christus in der Eucharistie, persönlicher Dialog - Heraustreten aus der Anonymität im Gebet - vor dem Angesicht Gottes, das soll der Urgrund unseres Verhaltens sein. Wo dies fehlt, wird man vielleicht gelehrte Reflexion, mehr oder weniger lebhafte Aktivität und Frömmigkeitsübungen finden, aber keine wahre christliche Existenz, denn es wird am Einswerden mit Christus, an einer wirklichen und gelebten Teilnahme am Heilswerk Gottes mangeln.

Diese Lehre gilt für alle Christen, denn wir alle sind im gleichen Maße zur Heiligkeit berufen. Es gibt keine Christen zweiter Klasse, die zu einer verwässerten Lebensform des Evangeliums verpflichtet wären; wir alle haben die gleiche Taufe empfangen, und innerhalb der Vielfalt der Gnadengaben und der menschlichen Lebensbedingungen teilt der eine Geist seine Gaben aus, eine ist der Glaube, eine die Hoffnung, eine die Liebe (Vgl. 1 Kor 12,4-6 und 13,1-13).

Wir können deshalb die Frage des Apostels als an uns gerichtet betrachten und sie als Aufforderung zu einem persönlicheren und unmittelbaren Umgang mit Gott aufnehmen: Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? (1 Kor 3,16) Leider ist der Heilige Geist für manche Christen der Große Unbekannte: ein Name, den man sagt, aber nicht ein Jemand - die dritte Person des einen Gottes -, mit dem man spricht und aus dem man lebt.

Was da nottut, ist vielmehr der gewohnte Umgang mit Ihm in Einfachheit und Vertrauen, so wie es uns die Kirche durch die Liturgie lehrt. Dann werden wir den Herrn besser kennen und uns der unaussprechlichen Gabe, Christ zu heißen, besser bewußt sein; wir erahnen dann die ganze Fülle und Wahrheit jener Vergöttlichung, jener Teilnahme am göttlichen Leben, von der wir sprachen.

Der Heilige Geist ist nicht wie ein Künstler, der in uns das Göttliche zeichnet, so, als ob es Ihm fremd wäre; nicht so führt uns der Heilige Geist zur göttlichen Gleichförmigkeit. Er selbst, der Gott ist und aus Gott kommt, prägt sich vielmehr in die Herzen derer ein, die Ihn empfangen, so wie das Siegel sich in das Wachs einprägt. Durch die Selbstmitteilung und die Gleichförmigkeit stellt Er die Natur nach der Schönheit des göttlichen Urbildes wieder her und gibt dem Menschen das Bild Gottes wieder (Cyrill von Alexandrien, Thesaurus de sancta et consubstantiali Trinitate, 34 [PG 75, 609]).


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Wenn wir in großen Zügen einen Lebensstil umreißen wollen, der uns zum Umgang mit dem Heiligen Geist - und zusammen mit Ihm zum Umgang mit dem Vater und dem Sohn - führt, müssen wir drei Grundhaltungen hervorheben: Fügsamkeit - wir sprachen schon von ihr -, Gebetsleben, Liebe zum Kreuz.

Zuerst ist Fügsamkeit nötig, denn der Heilige Geist will mit seinen Eingebungen unseren Gedanken, Werken und Wünschen einen übernatürlichen Ton verleihen. Er treibt uns dazu an, die Lehre Christi zu bejahen und uns zutiefst anzueignen, Er erleuchtet uns, damit wir uns unserer persönlichen Berufung bewußt werden, und stärkt uns, damit wir tun, was Gott von uns erwartet. Wenn wir dem Heiligen Geist gegenüber fügsam sind, wird das Bild Christi in uns immer deutlicher Gestalt annehmen, und dann werden wir Gott dem Vater jeden Tag näher kommen. Alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, die sind Söhne Gottes (Röm 8,14).

Wenn wir uns von dem in uns wohnenden Lebenshauch, dem Heiligen Geist, leiten lassen, wird unser geistliches Leben immer weiter wachsen; wir werden uns dann der Hand Gottes, unseres Vaters, mit der Spontaneität und dem Vertrauen eines Kindes überlassen, das sich in die Arme seines Vaters wirft. Wenn ihr nicht wie die Kinder werdet, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen, sagt der Herr (Mt 18,3). Dies ist der alte und doch immer aktuelle innere Weg der geistlichen Kindschaft, er ist weder kindisch noch unreif, sondern vielmehr Weg der übernatürlichen Mündigkeit, der uns zur Herrlichkeit der göttlichen Liebe führt, uns unsere Niedrigkeit anerkennen läßt und unseren Willen mit dem Willen Gottes gleichförmig macht.


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Sodann ist Gebetsleben nötig, denn die Hingabe, der Gehorsam und die Milde des Christen kommen aus der Liebe und führen zu ihr hin. Diese Liebe will Umgang, Gespräch, Freundschaft. Das christliche Leben verlangt einen ständigen Dialog mit dem dreieinigen Gott, und zu diesem innigen Verbundensein führt uns der Heilige Geist. Welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes (1 Kor 2,11). Durch den vertrauten Umgang mit dem Heiligen Geist werden wir selbst vergeistigt, fühlen wir uns als Brüder Christi und Kinder Gottes, den wir ohne Zaudern unseren Vater nennen (Vgl. Gal 4,6; Röm 8,15).

Gewöhnen wir uns an den Umgang mit dem Heiligen Geist, denn Er soll uns heiligen; haben wir Vertrauen zu Ihm, bitten wir um seinen Beistand, spüren wir seine Nähe. Unser Herz wird weit und unser Verlangen stärker werden, Gott und durch Gott alle Menschen zu lieben. So wird in unserem Leben jene Vision gegenwärtig sein, mit der die Geheime Offenbarung schließt: Der Geist und die Braut, der Heilige Geist und die Kirche - und jeder Christ - wenden sich an Jesus, wenden sich an Christus und bitten Ihn, Er möge kommen und für immer bei uns bleiben (Vgl. Offb 22, 17).


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Liebe zum Kreuz schließlich, denn im Leben Christi ging der Auferstehung und Pfingsten das GoIgotha voraus, und so muß es auch im Leben des Christen sein. Wir sind Miterben Christi, wie Paulus sagt, sofern wir mit Ihm leiden, um mit Ihm auch verherrlicht zu werden (Röm 8,17). Der Heilige Geist ist Frucht des Kreuzes, der Ganzhingabe an Gott, der ausschließlichen Suche seiner Ehre und der gänzlichen Preisgabe unserer selbst.

Wenn der Mensch sich in Treue gegenüber der Gnade entschieden hat, das Kreuz in der Mitte seines Ichs aufzurichten, aus Liebe zu Gott sich selbst zu verleugnen, sich vom Egoismus zu lösen und von jeder trügerischen menschlichen Sicherheit, und wenn er so wirklich aus dem Glauben lebt, dann und nur dann empfängt er in Fülle das Feuer, das Licht und den Trost des Heiligen Geistes.

Dann erfüllt sich die Seele mit jenem Frieden und jener Freiheit, die Christus für uns errungen hat (Vgl. Gal 4,31), und die wir mit der Gnade des Heiligen Geistes empfangen. Die Frucht des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Milde, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit (Gal 5,22-23). Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit (2 Kor 3,17).


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Mitten in der Begrenztheit unseres gegenwärtigen Standes, in dem die Sünde noch wirksam ist, kann der Christ mit neuer Klarheit den Reichtum seiner Gotteskindschaft vernehmen, wenn er sich als Freier sieht, der frei in den Dingen seines Vaters arbeitet, und wenn seine Freude beständig wird, weil es nichts gibt, das seine Hoffnung zerstören könnte.

Genau dann ist der Christ auch fähig, die Schönheiten und Herrlichkeiten der Erde zu bewundern, ihren Reichtum und ihr Gutsein zu begreifen und mit jener Macht und Reinheit zu lieben, für die unser menschliches Herz geschaffen ist. Dann entartet der Schmerz angesichts der Sünde nicht in Verzweiflung oder Überheblichkeit, weil uns die Zerknirschung und das Bewußtsein der eigenen Schwachheit dazu führen, uns von neuem mit dem Erlösungswillen Christi zu vereinigen und unsere Solidarität mit allen Menschen tiefer zu erfahren. Dann schließlich erfährt der Christ die innere Sicherheit aus der Kraft des Heiligen Geistes und läßt sich nicht durch sein eigenes Stolpern bezwingen; sein Stolpern ist vielmehr Aufforderung zu einem neuen Anfang und zu einer erneuten Treue aIs Zeuge Christi auf allen Wegen der Erde, und dies trotz unseres persönlichen Versagens; eines Versagens, das in diesen Fällen meist nur in leichten Verfehlungen bestehen wird, die unsere Seele kaum beflecken; aber selbst wenn es sich um schwere Fehler handeln sollte, erlangt der Christ im reumütigen Empfang des Sakramentes der Buße den Frieden mit Gott zurück und kann von neuem ein tauglicher Zeuge der göttlichen Barmherzigkeit sein.

Dies ist - gedrängt und mit allen Unzulänglichkeiten der menschlichen Sprache - der Reichtum des Glaubens und des Lebens eines Christen, der sich vom Heiligen Geist leiten läßt. Ihn erschöpfend darzustellen, ist unmöglich. So können wir zum Abschluß nichts anderes tun, als uns dem anzuschließen, was die Liturgie uns am Pfingsttag wie ein Echo des ständigen Gebetes der ganzen Kirche beten läßt: Komm, Schöpfer Geist, suche den Geist der Deinigen heim und erfülle mit himmlischer Gnade die Herzen, die Du erschaffen hast. Gib, daß wir durch Dich vom Vater wissen, daß wir auch den Sohn erkennen und daß wir an Dich, den Geist aus beiden hervorgehend, immer glauben (Aus dem Hymnus Veni Creator Spiritus des Offiziums vom Pfingsttage).


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